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Russlands bester Spieler aller Zeiten: Lew Jaschin

Russlands bester Spieler aller Zeiten: Lew Jaschin

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Russische Torwartlegende

Denkt man an Russland, dann denkt man an Druschba, Eishockey, an die UdSSR, an Oligarchen, den KGB, an Schachweltmeister und Wladimir Putin. An die Weite des Landes, endlose Trinksprüche, Wodkaströme, Krimsekt und Kaviar. Aber auch an Dostojewski, Tolstoi, Rachmaninow. An Computer, Öl und Kosmonauten. An ein aufregendes, stolzes und brüchiges Land. An Weltmacht und Großmannssucht.

An Fussball denkt man weniger. Es ist lange her, dass die russische Nationalmannschaft auf sich aufmerksam gemacht hat. 1960 wurde das Team der ehemaligen UDSSR Europameister. 1966 verlor das Team bei der WM in England im Halbfinale der WM knapp mit 2:1 gegen Deutschland.

Im Tor Lew Jaschin. Der Löwe von Moskau. Der erste moderne Torwart ist eine Legende. Seit 1994 wird der beste Torwart der WM-Endrunde zu seinen Ehren mit dem goldenen Handschuh ausgezeichnet. Das Werbeplakat für die Fußballweltmeisterschaft 2018 ehrt ihn als den „besten Torwart der Fußballgeschichte“.

Denkt man an Russland, denkt man an die russische Seele. Lew Jaschin, geboren als Sohn russischer Arbeiter in Moskau, verkörpert sie. Ein Mann mit vielen Talenten: Schachspieler, Wasserballer, Fechter und Eishockeytorwart. Als der er 1953 sogar sowjetischer Pokalsieger wurde.

Im Fußball begann er wie Manuel Neuer als Stürmer. Er entwickelte das Konzept des mitspielenden Torwartes. Weil er seine Füsse ebenso beherrschte, wie seine Hände. 5 mal sowjetischer Meister mit Dynamo Moskau. Europas Fußballer des Jahres, als einziger Fussballer der Sowjetunion erhielt er den Leninorden und wurde Held der sozialistischen Arbeit.

Jaschin erhielt den Kreml-Orden, wurde Welttorhüter des 20. Jahrhunderts und wurde vom IOC als einer von elf Fußballern zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Im im Moskauer Lushniki-Sportpark, Ort des ersten und hoffentlich letzten Spiels der Deutschen Mannschaft, erinnert ein Denkmal an den Torhüter des Jahrhunderts.

Quelle: Kroon, Ron / Anefo, LevYashin, CC BY-SA 3.0 NL

Der Löwe von Moskau hat nichts ausgelassen. Schon während seiner Karriere rauchte wie ein Schlot im Tscheljabinsker Kohlebecken, erlitt zwei Schlaganfälle und ertrug eine Unterschenkelamputation bevor er 1990 an Magenkrebs verstarb.

Das pralle Leben mit allen Höhen und Tiefen. Lew Jaschin sagte: „Im Fußball besteht, wer bescheiden und entgegenkommend auftritt, und kritisch sich selbst und den Mannschaftskameraden gegenüber ist.“ Uwe Seeler sagte nach seinem Tod: „Jaschin war Spitzenklasse – als Fußballer und als Mensch.“

Eine russische Seele. Pus‘t‘ zemlja tibe budet puhom. Möge die Erde Dir ein Daunenbett sein.

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